“Wer Christus in sein Leben eintreten lässt, verliert nichts, gar nichts, absolut nichts von dem, was das Leben frei, schön und groß macht.”


Werter Leser, Werte Leserin

Liebe Pfarreiangehörigen der Pfarreien  St. Theodul und Heilig Geist

Alles, was ein Anfang hat, findet auch irgendwann ein Ende. Seit 21 Jahren arbeite ich nun als Seelsorgehelferin in den Pfarreien St. Theodul und Heilig Geist. Und ich darf sagen, ich habe die Arbeit mit Freude getan. Ich durfte mit Ihnen allen Freuden, Sorgen und Nöte teilen. Diese Aufgaben habe ich versucht in den vergangen Jahren zu erfüllen. Inwieweit mir das gelungen ist, können nur Sie, liebe Pfarreiangehörige, beurteilen.

Es ist gut, dann und wann zurückzuschauen, damit wir unser Leben und damit uns selbst besser verstehen. Der dänische Philosoph Kierkegaard sagt: „Das Leben wird vorwärts gelebt, aber rückwärts verstanden.“ Und wenn Sie auf Ihr Leben zurückschauen, werden Sie ebenfalls entdecken, wie der Ruf Gottes auch Sie auf Ihrem Lebensweg vorangebracht und geführt hat.

Gottes Ruf ist immer ein Ruf nach vorne und damit ein Ruf, das bisherige zu verlassen. Beispielhaft wird dies in der Abrahamsgeschichte sichtbar. Gott spricht zu Abraham: „Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.“ Er geht weg und zieht in eine unbekannte Zukunft. Er weiss nicht, wohin in Gottes Ruf führen wird. Er weiss nur, dass Gott es weiss, und es gut mit ihm meint.

Wissen Sie, so geht es mir ähnlich mit meinem Abschied. – Ja, alle gehen wir in eine unbekannte Zukunft. Doch was die Zukunft bringt, liegt im Dunkeln. Wir wissen nur, dass Gott es weiss, und dass er es gut mit uns meint.

Liebe Pfarreiangehörige von St. Theodul und Heilig Geist, ich fühlte mich in den Pfarreien wie zu Hause, weil ich von Ihnen allen immer sehr gut aufgenommen, verstanden und in meinen Anliegen unterstützt wurde. Dafür möchte ich Ihnen von Herzen danken.

Ebenfalls zutiefst danke ich Pfarrer Herbert Heiss, der mir sehr viel Anerkennung und Vertrauen entgegengebracht hat. Besonders danken möchte ich Vikar Antony, dem Pfarreirat, der Vermögensverwaltung, den Sakristanen, den Ministranten, Lektoren, Kommunionhelfer/innen, dem Chor St. Theodul und dem gemischten Chor Heilig Geist und allen Vereinen, die mir Freude bereitet haben.

Herzlichen Dank allen, mit denen ich unterwegs sein durfte und die mir Mut gemacht haben: Es war ja nicht immer einfach.

So möchte ich meine Abschiedsworte abschliessen mit einem Gedanken von Anselm Grün: „Ich kann nicht immer dort bleiben, wo ich gerade bin.“

Jeder Aufbruch macht zuerst Angst, denn Altes, Vertrautes muss abgebrochen werden. Und während ich abbreche, weiss ich noch nicht, was auf mich zukommt. Das Unbekannte erzeugt in mir ein Gefühl von Angst. Zugleich steckt im Aufbruch eine Verheissung, die Verheissung von etwas Neuem im nie Dagewesenen, im nie Gesehenen.“

Allen Pfarreiangehörigen wünsche ich weiterhin alles Liebe und Gute und eine Zukunft vom Ruf Gottes geprägt.

Irma Wyssen

 

 

Pfarrblatt Juli-August 2020 Pfarreisaal belegung

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