“Alle Schwierigkeiten im Gebet können zurückverfolgt werden auf eine Ursache: zu beten, als wäre Gott abwesend.”

Werter Leser, Werte Leserin

Herbst als Reifezeit der Kirche

Ich habe ihn gern, den Spätherbst, mit seinen Farben, mit den Blättern, die fallen, mit der Natur, die aufräumt. Die manchmal düsteren, nebligen Tage und auch die Kälte passen jetzt.

Die Abende sind wieder lang und laden ein zum Lesen, vielleicht, um drinnen etwas zu ordnen und aufzuräumen, oder um einfach nur in der Stube zu sein, eine positive Zeit, eine ruhige Zeit.

Mit dem Martinstag (11. November) beginnt schon die vorweihnachtliche Zeit, die Zeit der Vorbereitung auf das Kommen des Herrn.

«In den Farben des Lebens», ein Büchlein von Hans Kuhn-Schädler, das ich immer wieder gerne aufschlage, um darin zu lesen, habe ich einen schönen und ermutigenden Gedanken über die Kirche gefunden.

«Versuchen wir einmal die Kirche mit dem Herbst zu vergleichen, mit der Zeit, die Früchte bringt und in der Intensität der Farben selbst den Frühling übertrifft, mit jener Zeit, die das Leben ordnet und es für den kommenden Winter und damit für den Frühling ordnet.

Die Herbstzeit in der Kirche ist weniger ungestüm als der Frühling und weniger hitzig als der Sommer, doch voller Lebendigkeit, manchmal etwas gelassener, auf das Wesentliche konzentriert. Die kirchliche Herbstzeit darf sich über ihren inneren Reichtum freuen, diesen wie die Farben der Natur sichtbar machen und etwas geklärter, tiefer und mystischer wirken lassen.

Die Herbstzeit… braucht ihre Kräfte, um sich auf das Eigentliche zu besinnen und sich vom Unwesentlichen zu lösen. Sie befreit sich von unnötigem Ballast, macht sich frei, lässt sich wie ein Blatt in Gottes Vertrauen fallen, wohl wissend, dass in Gottes Händen die Zeiten des Jahres, die Jahreszeiten des Lebens und die Jahreszeiten der Kirche liegen.»  (Hans Kuhn-Schädler, In den Farben des Lebens, Luzern 2006)

Mit freundlichen Grüssen

Herbert Heiss, Pfarrer

 

 

Pfarrblatt Dezember 2019 Pfarreisaal belegung

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