“Das Gebet im Sinne einer Bitte um etwas bildet nur einen kleinen Teil des Gebets überhaupt: Bekenntnis und Buße sind seine Schwelle, Anbetung sein Heiligtum, Gegenwart Gottes sein Brot und Wein. ”


Werter Leser, Werte Leserin

Zum Monat März grüsse ich alle in der Pfarrei und alle auswärts Wohnenden freundlichst. Ein   grosser Gruss ergeht an die Kranken und Leidenden in den Spitälern, Heimen und Zuhause. Der Monat März ist geprägt von der Fastenzeit. Es ist eine Zeit der Entleerung, des Freiwerdens für   tiefere Werte in der heutigen Überflutung von oberflächlichen und vergänglichen Werten.

Fastenzeit

Fastenzeit heisst nicht Abmagerungskur, sondern Fasten mit den Augen, den Ohren, dem Mund, den Händen und den Füssen, ja mit dem ganzen Körper. Frei werden für grössere, zusammenhängende Werte unseres Lebens.

Die Sonntage, mit ihrer Verkündigung, die Angebote von Fastenmeditationen, Fastentag in der Pfarrei, Fastensuppe, Kreuzwegandachten bieten allen Gelegenheit bewusster zu leben und sich auf die Osterzeit vorzubereiten. In diesem Sinne wünsche ich allen eine besinnliche Fastenzeit.

Die Karwoche – Heilige Woche

Die Karwoche ist die Woche unmittelbar vor Ostern. Sie ist die Kernzeit der österlichen Passionszeit und für Christen die wichtigste Woche des Kirchenjahres. ‚Kar’ stammt vom althochdeutschen Wort ‚chara’ oder ‚kara’ und bedeutet Kummer, klagen oder trauern. Schon aus dieser Übersetzung wird die Bedeutung dieser Woche verständlich.

Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag, verbunden mit feierlicher Prozession und Palmen-, Buchsbaum-, Stechpalmen- oder Olivenzweige Segnung. In der Karwoche liegen noch  Gründonnerstag, der Karfreitag und der Karsamstag, auch Ostersamstag genannt. Nach christlichem Brauch gehören der Karfreitag und der Karsamstag schon zum österlichen Fest. Jedoch beginnt das Osterfest erst mit dem Gottesdienst am Karsamstag Abend.

Der Gründonnerstag erinnert an das Abendmahl vor der Kreuzigung Jesu. Die Bezeichnung Gründonnerstag kann auf verschiedene Erklärungen zurückgeführt werden. Seit etwa 1500 Jahren feiern die Christen den Gründonnerstag, den fünften Tag der Karwoche, zur Erinnerung an die Einsetzung der heiligen Eucharistie. Im Mittelalter wurden die Sünder in der Fastenzeit von dem Gottesdienst ausgeschlossen und mussten Busse tun. Erst am Donnerstag vor Ostern durften sie wieder in die Kirche eintreten und als Zeichen der Vergebung ihrer Sünden schmückten sie sich mit jungem Grün. Grün könnte aber auch auf den althochdeutschen Begriff ‚grunen’ (greinen, weinen) zurückgehen. Ob sich das Klagen dabei auf die Fastenzeit mit dem Leiden, auf die darauffolgende Nacht, die Jesus in Todesangst verbrachte, oder das Weinen auf die bevorstehende Kreuzigung Jesu bezieht ist nicht geklärt. Auch das Erwachen der Natur in dieser Jahreszeit, das Grünwerden der Pflanzen verbindet uns mit dem Gründonnerstag. Die Farbe Grün ist aber auch Zeichen der Hoffnung.

Der Karfreitag ist der Überlieferung nach der Todestag Jesu. An diesem Tag werden verschiedene Brauchtümer gepflegt. Für die evangelischen Christen ist es der höchste Feiertag im Jahr.

Der Karsamstag wird häufig schon zum Osterfest gezählt, jedoch beginnt das Osterfest erst mit dem Gottesdienst am Abend von Karsamstag auf Ostersonntag.

Mit der Hoffnung, dass Alle, nicht oberflächlich, sondern innerlich, gute Vorbereitung begehen werden, wünsche ich Euch Allen inneren Frieden des Auferstandenen.

FROHE OSTERN! 

Pfarrer Antony C.Kandath

 

 

Pfarrblatt März 2021 Pfarreisaal belegung

Agenda

  • Kreuzweg (10. März, 19:00 Uhr)
  • 4. Fastensonntag (Laetare) (13. März, 17:30 Uhr)
  • Kreuzweg (17. März, 19:00 Uhr)

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